(Musik: "Dominika" von Stephan Krawczyk)

 

 

06.12.2012

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2011 jährte sich der Geburtstag des spanischen Universalgelehrten Michael Servet zum 500. Mal.
Anders als kirchliche Theologen und Vorbilder hat der Humanist Servet keine Lobby, die an ihn erinnern möchte. Denn Servet wurde 1553 in Genf als Ketzer verbrannt. Die Anklage: Er hatte die Dreieinigkeit Gottes bezweifelt. Zur Ergreifung Servets hatte der Genfer Reformator Johannes Calvin wesentlich beigetragen. Aber auch andere Reformatoren unterstützten die Hinrichtung des Ketzers – sogar der besonnene Philipp Melanchthon, Mitstreiter Martin Luthers, meinte, mit der Hinrichtung Servets sei der Nachwelt „ein frommes und denkwürdiges Beispiel gegeben“.

 

Aus diesen Gründen sollte Michael Servet einen festen Platz im Reformationsgedenken einnehmen. Als mahnendes Opfer der Reformation, die sich zwar Freiheit auf die Fahnen geschrieben hat, diese aber selbst oft nicht gewähren konnte.